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Einführung –
Warum die Wachstumsraten sinken


Die Arbeitslosigkeit bleibt hoch, die Staatsverschuldung steigt, die Finanzierung des Sozialstaats ist gefährdet. Die Politik versucht diesen Problemen vor allem mit einem zu begegnen: mit Wirtschaftswachstum. Doch die Hoffnung, durch entsprechende Reformen wieder dauerhaft und nicht nur in Zeiten der Hochkonjunktur an die hohen Wachstumsraten der Vergangenheit anknüpfen zu können, hat sich nicht erfüllt.

Das IWS bietet in seiner Kernaussage eine Erklärung dafür an, warum dies so ist: Nach wie vor wird angenommen, dass Volkswirtschaften grundsätzlich mit konstanten Raten von zwei, drei oder mehr Prozent wachsen können, wenn nur geeignete Rahmenbedingungen vorhanden sind. Das IWS belegt jedoch anhand von Zahlenmaterial des Statistischen Bundesamtes und der OECD, dass dies ein Irrtum ist: Entgegen der Annahme wachsen entwickelte Volkswirtschaften typischerweise nicht um konstante Prozentraten und somit exponentiell, sondern lediglich um konstant absolute Beträge und damit linear. Lineares Wachstum wiederum hat zur Folge, dass die durchschnittlichen Wachstumsraten allen Bemühungen zum Trotz beständig sinken.

Diese Feststellung steht im Mittelpunkt der Arbeit des Instituts. Zur Veranschaulichung des Problems kalkuliert das IWS seinen so genannten „Wachstumsgrundwert“. Dieser Wert soll nicht jedes Absinken der Wachstumsrate erklären, denn er berücksichtigt keine konjunkturellen Einflüsse. Er ist somit auch keine Wachstumsprognose. Der Wachstumsgrundwert bietet vielmehr einen Anhaltspunkt, mit welchem durchschnittlichen Wachstum unter durchschnittlichen Rahmenbedingungen noch gerechnet werden kann. Er kann daher als eine Art Orientierungshilfe den verbliebenen wachstumspolitischen „Spielraum“ aufzeigen. Für das kommende Jahrzehnt beträgt der Wachstumsgrundwert rund 1,3 Prozent.

zur Kernaussage


 



 

Vom Wert des Wachstumsversprechens

Die Wachstumskritik, die in den 1970er Jahren ihren Anfang nahm, erlebt zur Zeit ein kraftvolles Comeback. Diese weitgehend normativ geführte Wachstumsdebatte bedarf jedoch eines weiteren empirischen Elements.
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Keine Arbeit durch Wachstum

Nach wie vor ist die Grundannahme „Wachstum schafft Arbeit“ weit verbreitet. Im abgelaufenen Jahrzehnt aber konnte keine Arbeit durch höheres Wachstum geschaffen werden, vielmehr wurde die vorhandene Arbeit auf mehr Erwerbstätige verteilt.
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Konjunktur eines Begriffs-
Wachstum in Wahlkämpfen und Medien

Ist "Wachstum" schon immer ein derart allgegenwärtiges Thema gewesen? Der Aufsatz untersucht die Verwendung des Wachstumsbegriffs in bisherigen Bundestagswahlkämpfen sowie dessen Präsenz in den Medien während der letzten fünf Jahrzehnte.
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Lineares Wirtschaftswachstum - exponentielle Staatsverschuldung

Der Aufsatz veranschaulicht, warum die Erwartung eines exponentiellen Wachstums bereits in der Vergangenheit zu fundamentalen Rechenfehlern geführt haben dürfte und wohl auch künftig eine erfolgreiche Entschuldungspolitik erschweren wird.
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economic-growth.eu


economic-growth.eu aktualisiert
mit Eurostat-Prognose für 2011

Unter der Adresse www.economic-growth.eu steht seit rund drei Jahren ein Informationsangebot zur Verfügung, mit dem das IWS auf die steigende Zahl von Anfragen zur wirtschaftlichen Entwicklung insbesondere europäischer Volkswirtschaften reagiert hatte. Informationen dazu sind zwar frei zugänglich im Internet abrufbar, doch keineswegs immer leicht zu finden. Das Angebot soll dem offensichtlichen Bedarf nach einer übersichtlichen und aktuellen Zusammenstellung von grundlegenden volkswirtschaftlichen Kenngrößen entgegenkommen. Die Daten mit Stand März 2011 wurden nun um eine Eurostat-Prognose für das laufende Jahr ergänzt.

direkt zu economic-growth.eu