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Einführung –
Warum die Wachstumsraten sinken


Die Arbeitslosigkeit ist hoch, die Staatsverschuldung steigt, die Finanzierung des Sozialstaats ist gefährdet. Die Politik versucht diesen Problemen vor allem mit einem zu begegnen – mit Wirtschaftswachstum. Doch die Hoffnung, durch entsprechende Reformen wieder dauerhaft und nicht nur in Zeiten der Hochkonjunktur an die hohen Wachstumsraten der Vergangenheit anknüpfen zu können, hat sich nicht erfüllt.

Das IWS erläutert in seiner Kernaussage, warum dies so ist: Nach wie vor wird angenommen, dass Volkswirtschaften grundsätzlich mit konstanten Raten von zwei, drei oder mehr Prozent wachsen können, wenn nur geeignete Rahmenbedingungen vorhanden sind. Diese Annahme gilt als eine Selbstverständlichkeit, die nicht hinterfragt werden muss. Das IWS belegt jedoch anhand von Zahlenmaterial des Statistischen Bundesamtes und der OECD, dass dies ein Irrtum ist: Entgegen der Annahme wachsen entwickelte Volkswirtschaften in der Regel nicht mehr um konstante Prozentraten und somit exponentiell, sondern lediglich um konstant absolute Beträge und damit linear. Lineares Wachstum wiederum hat zur Folge, dass die durchschnittlichen Wachstumsraten allen Bemühungen zum Trotz beständig sinken.

Diese Feststellung steht im Mittelpunkt der Arbeit des Instituts. Zur Veranschaulichung des Problems kalkuliert das IWS seinen so genannten „Wachstumsgrundwert“. Dieser Wert soll nicht jedes Absinken der Wachstumsrate erklären, denn er berücksichtigt keine konjunkturellen Einflüsse. Er ist somit auch keine Wachstumsprognose. Der Wachstumsgrundwert bietet vielmehr einen Anhaltspunkt, mit welchem durchschnittlichen Wachstum unter durchschnittlichen Rahmenbedingungen noch gerechnet werden kann. Er kann daher als eine Art Orientierungshilfe den verbliebenen wachstumspolitischen „Spielraum“ aufzeigen.

 

Zur Unvereinbarkeit des Zinssystems mit linearem Wirtschaftswachstum

Der Aufsatz stellt dar, welche gravierenden Folgen es hat, wenn von einer typischerweise exponentiell wachsenden Volkswirtschaft ausgegangen wird. Zinsbedingte Fehlentwicklungen erscheinen aus dieser Perspektive nicht als systemimmanent, sondern treten erst im Zusammenspiel mit dem linearen Wirtschaftswachstum auf.
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Normalfall exponentielles Wachstum?

Die Auswertung der Entwicklung von 20 Volkswirtschaften hat ergeben, dass tendenziell lineares Wachstum auch international betrachtet als Regelfall zu bezeichnen ist.
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Konjunktur eines Begriffs-
Wachstum in Wahlkämpfen und Medien

Der Aufsatz geht der Frage nach, ob das Thema "Wachstum" schon immer derart allgegenwärtig gewesen ist. Zu diesem Zweck wurde die Verwendung des Wachstumsbegriffs in den bisherigen Bundestagswahlkämpfen sowie seine Präsenz in den Medien während der letzten fünf Jahrzehnte untersucht.
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Lineares Wirtschaftswachstum - exponentielle Staatsverschuldung

Der Aufsatz veranschaulicht, warum die Erwartung eines exponentielles Wachstums bereits in der Vergangenheit zu fundamentalen Rechenfehlern geführt haben dürfte und wohl auch künftig eine erfolgreiche Entschuldungspolitik erschweren wird.
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zur Kernaussage  

economic-growth.eu


economic-growth.eu um
Prognosen für 2010 erweitert

Unter der Adresse www.economic-growth.eu steht seit knapp zwei Jahren ein Informationsangebot zur Verfügung, mit dem das IWS auf die steigende Zahl von Anfragen zur wirtschaftlichen Entwicklung insbesondere europäischer Volkswirtschaften reagiert hatte. Informationen dazu sind zwar frei zugänglich im Internet abrufbar, doch keineswegs immer leicht zu finden. Das Angebot soll dem offensichtlichen Bedarf nach einer übersichtlichen und aktuellen Zusammenstellung von grundlegenden volkswirtschaftlichen Kenngrößen entgegenkommen. Der Überblick ist nun um eine Eurostat-Prognose für das Jahr 2010 ergänzt worden.

direkt zu economic-growth.eu